Spannende Sieger im Münchener Businessplan Wettbewerb 2026: Startups aus Quantenphysik, Quantencomputing und medizinischem 3D-Druck

Sicher navigieren ohne Satelliten: Tech-Startup QOODA siegt beim Münchener Businessplan Wettbewerb 2026 von BayStartUP  

Von diesen Startups dürfte man noch hören:

Die Sieger des Münchener Businessplan Wettbewerbs 2026 entwickeln Technologien mit dem Potenzial, neue Märkte zu erschließen oder Anwendungen entscheidend weiterzuentwickeln.


Das sind die Sieger-Startups:

1. Platz:  QOODA GmbH

QOODA aus München entwickelt eine Navigationstechnologie auf Basis von Quantensensoren. Diese nutzen Effekte der Quantenphysik, um selbst kleinste Veränderungen im Magnetfeld der Erde besonders präzise zu messen. So können Flugzeuge, Roboter und autonome Fahrzeuge ihre Position auch ohne Satelliten bestimmen. Dafür werden die Magnetfelddaten mit Bewegungs- und Positionsdaten anderer Sensoren kombiniert und mithilfe von KI ausgewertet. Die Lösung funktioniert damit auch dort, wo GPS gestört, manipuliert oder nicht verfügbar ist. 


Dr. Björn Pötter, Geschäftsführer der QOODA GmbH, sagt:
„Der Businessplan-Wettbewerb bietet uns die passende Plattform, um Technologie und Marktpotenzial sichtbar zu machen. Das fundierte Feedback und der Austausch mit Branchenexperten unterstützen uns dabei, Wachstum strukturiert vorzubereiten und strategische Partnerschaften gezielt auszubauen.“

2. Platz: Linq Photonics

Linq Photonics aus München entwickelt kompakte Chips zur Steuerung von Quantencomputern. Sie ersetzen große optische Aufbauten aus Linsen und Spiegeln, mit denen Lichtsignale bislang zu den Recheneinheiten eines Quantencomputers geleitet werden. Die Technologie reduziert den Platzbedarf um bis zu 90 Prozent und ermöglicht es, mehr dieser Recheneinheiten, sogenannte Qubits, gleichzeitig zu steuern. Damit löst Linq Photonics einen zentralen Engpass auf dem Weg zu leistungsfähigen und industriell nutzbaren Quantencomputern.

3. Platz: micro factory 3DSolutions GmbH

micro factory 3DSolutions aus München automatisiert die Herstellung von Zahnmodellen, Schienen und provisorischem Zahnersatz im 3D-Druck. Die Anlagen übernehmen nicht nur den Druck, sondern auch das anschließende Waschen, Aushärten und Ausgeben der fertigen Teile. Damit wird erstmals auch die bislang arbeitsintensive Nachbearbeitung in einen durchgängigen automatisierten Prozess integriert. Das spart manuelle Arbeit, reduziert den Kontakt mit flüssigem Kunstharz und sorgt für gleichbleibende, dokumentierte Abläufe.

Oliver Menner, Generalbevollmächtigter bei der LfA Förderbank Bayern, sagt:

„Bayern ist, was Zukunftstechnologien angeht, ganz vorne dabei. Das gilt besonders auch für München und Südbayern. Die Gewinner-Startups und alle teilnehmenden Teams haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als LfA ist uns sehr daran gelegen, für ein Umfeld zu sorgen, in dem Unternehmergeist, Hightech und Innovationen nicht an der Finanzierung scheitern. Deshalb unterstützen wir Gründerinnen und Gründer mit einem breiten und passgenauen Angebot an Förderkrediten, Risikoübernahmen und Venture Capital über unsere VC-Tochter Bayern Kapital. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger. Wir sind gespannt auf Ihren weiteren Weg.“ 

Vielen Dank an unseren langjährigen Partner LfA Förderbank für die Unterstützung des Münchener Businessplan Wettbewerbs und das Engagement in Bayerns Startup-Szene!

Die Beteiligung der LfA Förderbank hilft, den Wettbewerb und die damit verbundenen Initiativen von BayStartUP zu gestalten und trägt zur Förderung eines lebendigen und erfolgreichen Startup-Ökosystems in Bayern bei.

Auch diese Startups waren in Phase 3 des Businessplan Münchener Wettbewerbs nominiert:

  • dehaze nutzt KI-basierte digitale Zwillinge, um chronische Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.  
  • IsoSphere Technologies entwickelt eine CO₂-basierte Technologie zur nachhaltigen Herstellung isotopenmarkierter Verbindungen für die Arzneimittelentwicklung und Krebsdiagnostik.   

  • Meda AI nutzt KI, um erbrachte, aber nicht abgerechnete ärztliche Leistungen in bestehenden Dokumentationen zu erkennen und passenden Abrechnungsziffern zuzuordnen.  

  • Soul of Concrete entwickelt ein automatisiert produzierbares, korrosionsfreies 3D-Faser-Bewehrungssystem als Alternative zu Bewehrungsstahl.  

  • Venedy entwickelt einen KI-gestützten Sicherheitsscanner für Programmierschnittstellen, der Schwachstellen in Geschäftslogiken kontinuierlich erkennt, erklärt und behebt.   

Max Achmedschin, Leiter des Wettbewerbs bei BayStartUP, sagt:

„Noch nie haben so viele Teams am Münchener Businessplan Wettbewerb teilgenommen. 382 waren es insgesamt. Viele von ihnen kommen direkt aus der Wissenschaft und verbinden Forschung, technologisches Know-how und ambitioniertes Unternehmertum. Die Sieger überzeugten die Jury insbesondere deshalb, weil sie aus komplexen Technologien schlüssige Geschäftsmodelle entwickeln und konkrete, durchdachte Wachstumsperspektiven aufzeigen konnten.“ 

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