10 Startups, die man im Blick behalten sollte: Die Sieger der Phase 1 im Münchener Businessplan Wettbewerb 2026

205 Einreichungen. 10 Gewinner.

Der Münchener Businessplan Wettbewerb 2026 startet mit einem neuen Rekord: 205 Startup-Teams haben in Phase 1 ihre Geschäftsideen eingereicht – mehr als je zuvor. BayStartUP zeichnet nun die zehn überzeugendsten Startups aus.

Die Bandbreite der Innovationen ist groß: Von Krebsdiagnostik und RNA-Therapien über Robotik-Trainingsdaten und Quantennavigation bis hin zu neuen Lösungen für erneuerbare Wärme.

Der Wettbewerb begleitet Gründerteams strukturiert von der Idee bis zum skalierbaren Geschäftsmodell. „In Phase 1 geht es nicht um perfekte Unternehmen. Entscheidend ist, dass Teams ihr Problem, ihre Zielgruppe und ihren Lösungsansatz fundiert durchdrungen haben“, sagt Wettbewerbsleiter Max Achmedschin von BayStartUP.

Wir stellen die zehn Siegerteams vor.

Gesundheit und Biotechnologie: Neue Ansätze für Diagnose und Therapie

Mehr als die Hälfte der ausgezeichneten Teams arbeiten an Technologien, die medizinische Versorgung verbessern oder neue Therapien ermöglichen.

dehaze entwickelt KI-basierte digitale Zwillinge, die chronische Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen sollen. Die Plattform analysiert fragmentierte medizinische Daten – darunter Arztberichte und genetische Informationen – und erstellt daraus individuelle Risikoprofile. Ziel ist es, Krankheiten früher zu erkennen und Behandlungen besser zu planen.

Auch ExoSphere arbeitet an früher Diagnostik. Das Startup entwickelt ein kompaktes System, das Krebsmarker im Blut besonders früh erkennen kann. Selbst kleinste Konzentrationen relevanter Eiweiße sollen zuverlässig nachweisbar sein.

Mitgründerin Negar Shahmoradi erklärt:

„Die Medizintechnik ist durch regulatorische Anforderungen und vielfältige Stakeholder besonders komplex. Der Businessplan Wettbewerb hilft uns, Geschäftsmodell und Markteintrittsstrategie mit externer Expertise weiter zu schärfen.“

Das Startup GeneCare setzt auf digitale Infrastruktur für genetische Diagnostik. Die Plattform organisiert genetische Tests von der Bestellung über die Probenlogistik bis zur strukturierten Ergebnisdarstellung. So sollen genetische Informationen einfacher für medizinische Entscheidungen nutzbar werden.

Zwei weitere Teams arbeiten an neuen Therapieansätzen:

  • evoVect entwickelt neuartige Transporttechnologien für Gen- und RNA-Therapien.
  • RNhale arbeitet an inhalierbaren RNA-Medikamenten für chronische Lungenerkrankungen.

Beide Teams adressieren zentrale Herausforderungen moderner Biotechnologie: Wirkstoffe effizient in den Körper zu bringen und Therapien einfacher verfügbar zu machen.

DeepTech: Robotik, Quantentechnologie und digitale Sicherheit

Auch DeepTech-Innovationen spielen unter den Gewinnern eine große Rolle.

Das Startup QOODA arbeitet an Navigationssystemen, die ohne GPS funktionieren. Die Technologie nutzt Veränderungen im natürlichen Magnetfeld der Erde und ermöglicht so eine präzise Positionsbestimmung auch dort, wo Satellitensignale gestört sind.

Dr. Björn Pötter, Geschäftsführer der QOODA GmbH, sagt:

„Mit unserer quantensensorbasierten Technologie gestalten wir GPS-freie Navigation neu. Der Wettbewerb hilft uns, Technologie und Marktpotenzial sichtbar zu machen.“

FORMOVE widmet sich einem zentralen Problem moderner Robotik: Trainingsdaten. Die Plattform sammelt Bewegungsdaten von Menschen und stellt sie Robotersystemen zur Verfügung. Dadurch lassen sich Roboter schneller entwickeln und flexibler einsetzen. 

Mit Helmit wurde außerdem ein Startup ausgezeichnet, das digitale Sicherheit adressiert. Die KI-Software erkennt Risiken wie Cybermobbing oder Grooming auf Social Media und warnt Eltern frühzeitig – ohne sensible Daten in die Cloud zu übertragen.

Energie und industrielle Innovation

Auch Lösungen für Energie und Produktion gehören zu den Gewinnern.

windfire verfolgt einen neuen Ansatz für erneuerbare Energie: Windkraftanlagen wandeln Windenergie direkt in Wärme um. Diese Wärme kann unmittelbar in Wärmenetze eingespeist werden und entlastet so Stromnetze.

Dr. Marc Müller, Co-Gründer von windfire, sagt:

„Der Businessplan Wettbewerb von BayStartUP ist eine tolle Gelegenheit, umfangreiches Feedback zu unserer Innovation für nicht-fossile Wärme einzusammeln.“

Die micro factory 3DSolutions GmbH automatisiert den gesamten 3D-Druckprozess für medizinische Anwendungen. Drucken, Reinigen und Nachbearbeitung erfolgen in einem geschlossenen System. Das reduziert Arbeitsaufwand und ermöglicht eine skalierbare digitale Fertigung. 

Der Münchener Businessplan Wettbewerb

Seit rund 30 Jahren begleitet der Münchener Businessplan Wettbewerb Gründerteams beim Aufbau erfolgreicher Unternehmen.

Teilnehmende erhalten detailliertes Feedback von Unternehmern, Investoren und Branchenexperten. Der Wettbewerb ist in drei Phasen aufgebaut, in denen Startups ihr Geschäftsmodell Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Als Nächstes startet Phase 2, in der Marketing- und Vertriebsstrategien im Mittelpunkt stehen.

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