Female Founders Contest 2026: BayStartUP richtet bayerisches Finale aus
Weiblich, bayerisch, innovativ: Am 5. August 2026 entscheidet sich in München, welche von 13 Gründerinnen das bayerische Finale des Female Founders Contest gewinnt. Wir stellen euch die Finalistinnen vor.
Wie lässt sich Krebs früher erkennen, Weltraumschrott überwachen oder ein KI-Deepfake identifizieren? An innovativen Ideen mangelt es den Teilnehmerinnen nicht. Beim Risikokapital sieht es dagegen ganz anders aus: bei der Verteilung schneiden Frauen hier viel schlechter ab als Männer. BayStartUP richtet das bayerische Finale des Female Founder Contests aus und bietet Gründerinnen damit Sichtbarkeit, Reichweite und Zugang zu einem der stärksten Investorennetzwerke Bayerns.
Die Finalistinnen im Fokus
Made in Bavaria: Entscheidende Lösungen für Medizin, Industrie, Bildung und Raumfahrt
Die Finalistinnen und ihre Teams entwickeln innovative Lösungen für zentrale Herausforderungen in Medizin, Industrie, Bildung und Raumfahrt. Entscheidend für den Erfolg eines Startups sind jedoch auch Marktzugang, Wachstum und Finanzierung. Genau dabei wollen wir die Gründerinnen unterstützen.
Organisiert wird der Female Founders Contest bundesweit vom Business Angels Club Berlin-Brandenburg e. V. BayStartUP verantwortet in Bayern die Organisation des bayerischen Pitch-Finales und die Einbindung ins bayerische Startup-Ökosystem.
Das sind die 13 bayerischen Finalistinnen:
Luisa BuinhasVyoma
Vyoma
Weltraumüberwachung mit Teleskop-Konstellation zur Früherkennung von Kollisionen und gefährlichen Manövern von Satelliten und Weltraumschrott.
Im Erdorbit bewegen sich zehntausende Satelliten und Trümmerteile. Kollisionen können ganze Infrastruktur lahmlegen, von GPS bis Kommunikation. Vyoma überwacht den Weltraum mit Teleskop-Konstellationen. So können Kollisionen und gefährliche Manöver frühzeitig erkannt werden.
Anika GrunerNeuramancer AI Solutions
Neuramancer AI Solutions
Forensische KI-Software zur Erkennung von Deepfakes und Bildmanipulationen für Medien und Versicherungen.
KI-gestützte Exoskelette zur Reduzierung körperlicher Belastung in der Logistik.
Heben, Tragen, Sortieren: Logistikjobs belasten Rücken und Arme oft über viele Jahre hinweg. EASE unterstützt mit seinem Exoskelett aktiv mit Motorkraft und reduziert die körperliche Belastung pro Schicht von 3,5 auf 1 Tonne bewegtes Gewicht. Nebenbei liefert es reale Bewegungsdaten, die künftig auch automatisierte Systeme trainieren könnten. Davon profitieren Mitarbeitende in Logistik und Produktion und Betriebe mit weniger Ausfällen durch körperliche Belastung.
Dr. Henriette MaaßNanoStruct
NanoStruct
Identifizierung gefährlicher Bakterien in Stunden statt Tagen mit Nanotechnologie und KI.
Der Nachweis gefährlicher Bakterien wie Salmonellen oder Listerien in Lebensmitteln dauert manchmal lange. NanoStruct entwickelt eine Analyseplattform, die die Identifikation von Bakterien im industriellen Umfeld innerhalb weniger Stunden statt Tagen liefert.
Vera Meinertdiafania
diafania
KI-basierte Dateninfrastruktur für verlässliche, analysierbare Immobiliendaten Gebäudebetrieb erzeugt riesige Mengen unstrukturierter Dokumente – Verträge, Prüfberichte, Nachweise –, die oft verstreut und schwer auswertbar sind. Die KI-Plattform von diafania bringt automatisiert Struktur in die Daten un liefert verlässliche, analysierbare Immobiliendaten.
Pauline Nöldemannviatolea
viatolea
Digitales Medizinprodukt zur Erkennung und Behandlung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Unerkannt und unbehandelt kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit Auslöser für Beschwerden wie Blähbauch, Völlegefühl oder Bauchschmerzen sein. viatolea ist ein digitales, krankenkassenerstattungsfähiges Medizinprodukt zur Erkennung und Behandlung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Yuliia PieskovaAlpha Affiniy
Alpha Affiniy
Echtzeit-Knowledge-Graphen für Entscheidungen aus unstrukturierten Datenquellen. Alpha Affinity durchsucht öffentlich verfügbare, unstrukturierte Quellen – Berichte, Dokumente, Nachrichten – und verwandelt sie automatisch in aktuelle Wissensnetzwerke, zunächst im Verteidigungs- und Dual-Use-Bereich, später auch in anderen kritischen Industrien.
Dr. Birgit Poppailusive
ailusive
Softwarelösung zur Qualitätskontrolle von KI-Systemen, die HealthTech-Unternehmen hilft, KI-Halluzinationen frühzeitig zu erkennen. Auch KI-Systeme, die in Tests gut abschneiden, können im echten Einsatz unbemerkt Fehler produzieren.ailusive macht KI-Halluzinationen sichtbar: Die Software vergleicht KI-Ausgaben automatisch mit Qualitätsstandards und schlägt Alarm bei Abweichungen.
Dr. Christina Port2NA FISH
2NA FISH
Plattform für Spatial Transcriptomics, die RNA-Biomarker im Gewebekontext auf gängigen Fluoreszenzmikroskopen statt teurer Spezialgeräte analysiert. Ein Tumor besteht nur zu einem kleinen Teil aus echten Krebszellen – der Rest sind Immunzellen, Bindegewebe und anderes Gewebe. Bisherige Diagnosemethoden werfen alle diese Zellen zusammen und messen Biomarker im Gemisch, ohne zu unterscheiden, woher sie stammen. Die 2NA FISH Plattform misst diese Signale stattdessen direkt in der einzelnen Zelle, auf handelsüblichen Mikroskopen statt teurer Spezialgeräte.
Amelie ReiglTigerShark Science
TigerShark Science
Menschliche Hautmodelle als Alternative zu Tierversuchen in Pharma- und Kosmetikforschung.
TigerShark Science entwickelt Hautmodelle aus menschlichen Stammzellen, die alle drei Hautschichten – Epidermis, Dermis, Hypodermis – in einem einzigen Modell abbilden, inklusive Haarfollikel und Talgdrüsen.Das Ziel: eine Alternative zu Tierversuchen in Pharma- und Kosmetikforschung.
Larissa RufBiMA
BiMA
Bildschirmfreier Projektor für interaktive Fantasiewelten im Kinderzimmer BiMA verwandelt Kinderzimmerwände mit einem bildschirmfreien Projektor in immersive Fantasiewelten – ein analoger Gegenpol zum Bildschirm, der Kinder entspannt und Eltern entlastet.
Sandra SchmittGlobemee
Globemee
KI-gestützte Infrastruktur für internationale Fachkräftegewinnung von Vorqualifikation bis Relocation Globemee vermittelt vorqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland – mit geprüften Deutschkenntnissen, Titelanerkennung und Motivationscheck vor der ersten Begegnung. Die KI-gestützte Plattform begleitet den kompletten Weg von der Auswahl über Visum und Anerkennung bis zur Ankunft, oft innerhalb von 10-12 Wochen statt einem Jahr.
Angelique ThummererTURNS
TURNS
System für hochwertiges Textilrecycling im industriellen Maßstab
Die Textilbranche verbraucht enorm viel Wasser und verursacht hohe CO2-Emissione. Trotzdem wird echtes Textilrecycling in Deutschland kaum betrieben. TURNS sammelt Alttextilien, sortiert sie nach Material und stellt daraus neue Garne her. Handelsmarken, Wäschereien und Berufsbekleidungshersteller nutzen das System bereits erfolgreich.
Warum "Female Founders" eine Marktfrage ist
Frauen gründen seltener als Männer – und wenn sie gründen, erhalten sie deutlich weniger Risikokapital. Nach dem aktuellen EY Startup-Barometer flossen 2025 nur 1 % des gesamten deutschen Risikokapitals – rund 53 Millionen Euro – an rein weiblich besetzte Gründungsteams. Startups mit rein männlichen Teams bekamen dagegen 94 % des Volumens. Auch bei den Kapitalgebern selbst ist die Verteilung schief: Nur rund 13,6 % der Business Angels in Deutschland sind Frauen, wie Zahlen der Bertelsmann Stiftung zeigen.
Ein Teil der Lücke erklärt sich zwar dadurch, dass insgesamt weniger Frauen gründen. Aber bei identischen Pitches werden Investorinnen und Investoren nachweislich strenger mit Gründerinnen als mit Gründern – laut Studien im Academy of Management Journal und in den Proceedings of the National Academy of Sciences.
Die Zahlen beschreiben damit auch eine Ineffizienz im Kapitalmarkt: innovative Geschäftsmodelle mit Marktpotenzial bleiben unterfinanziert, wenn ein relevanter Teil der Gründungsteams strukturell schlechteren Zugang zu Kapital hat. Genau hier setzt der Female Founders Contest an – nicht als Symbolpolitik, sondern als zusätzlicher Zugang zu Jury, Netzwerk und Sichtbarkeit für Teams mit tragfähigen Geschäftsmodellen.
Eine hochkarätig besetzte Jury
Über die Finalistinnen entscheidet am 5. August eine Jury mit ausgewiesener Investment- und Gründungsexpertise. Die Siegerin vertritt Bayern im September beim Bundesfinale von Deutschlands größtem Pitch-Wettbewerb für Frauen in Potsdam.
Stefanie Reimann-DubbersGründerin und Gesellschafterin der ted Beteiligungs GmbH, Reimann Investors Advisory
Gründerin und Gesellschafterin der ted Beteiligungs GmbH, Reimann Investors Advisory
Stefanie Reimann-Dubbers ist Unternehmerin und Investorin mit langjähriger Managementerfahrung in internationalen Unternehmen sowie im Aufbau eines Family Offices. Sie war in führenden Positionen bei Unternehmen wie Deutsche Telekom, Sunrise und Gruner + Jahr tätig. Über die ted Beteiligungs GmbH investiert sie heute in digitale Geschäftsmodelle.
Bettina BölkBusiness Angel und Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Venture Capital und Gesellschaftsrecht bei Dr. Lüders & Partner
Business Angel und Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Venture Capital und Gesellschaftsrecht bei Dr. Lüders & Partner
Business Angel, Startup-Mentorin und Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Venture Capital und Gesellschaftsrecht; berät Gründer:innen und Investor:innen und unterstützt Early-Stage-Startups mit strategischer Expertise, Finanzierung und Netzwerk.
Franziska PfeifferInvestment Managerin bei Bayern Kapital
Investment Managerin bei Bayern Kapital
Hat bisher Investments in den Bereichen Life Sciences, Software, Hardware sowie Photonics betreut. Bevor sie zu Bayern Kapital kam, war sie Ansprechpartnerin für die Tochtergesellschaften eines internationalen Konzerns in Corporate-Governance- und gesellschaftsrechtlichen Angelegenheiten sowie M&A Projekten
Maria SievertManaging Director des TUM Venture Lab Healthcare und Mitgründerin von inveox
Managing Director des TUM Venture Lab Healthcare und Mitgründerin von inveox
Maria Sievert ist HealthTech-Unternehmerin, Mitgründerin von inveox und treibt als Managing Director des TUM Venture Lab Healthcare die nächste Generation ambitionierter Deep-Tech-Start-ups in Biomedizin, Digital Health und MedTech voran.
Nina WössFounder & General Partner Fund F
Founder & General Partner Fund F
Nina Wöss ist Startup-Investorin, Unternehmerin und Managing Partner bei Fund F, einem europäischen Venture-Capital-Fonds mit Fokus auf diverse Gründerteams.
Ausgebucht – das Ergebnis bekommst du trotzdem
Das bayerische Finale ist bereits ausgebucht. Wer gewinnt, erfährst du trotzdem: Wir verkünden die Siegerin auf unseren Online-Kanälen – auf LinkedIn, Instagram und hier im Blog.
Weitere Informationen zum bundesweiten Wettbewerb unter femalefounderscontest.de.