07.05.2020

Sieger der Phase 2 im Businessplan Wettbewerb Nordbayern 2020

Von innovativen Batteriesystemen über 3D-Druck für die Industrie bis hin zu Biotech - wir stellen die Siegerteams vor


Sieger Phase 2 Businessplan Wettbewerb Nordbayern 2020

 

Starkes Teilnehmerfeld in Phase 2

Mit Tech-Innovationen den Wandel der Wirtschaft mitgestalten – besonders fünf Startups aus Nordbayern sind dazu auf dem besten Weg. Wir haben sie jetzt in Phase 2 im Businessplan Wettbewerb Nordbayern ausgezeichnet. Insgesamt 61 Startups aus ganz Franken und der Oberpfalz hatten hier ihre Businesspläne eingereicht. Die fünf Siegerteams erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 9.000 Euro. Standen in Phase 1 noch die Geschäftsidee und der Kundennutzen der eingereichten Geschäftsmodelle im Vordergrund, bewertete die Expertenjury nun vor allem die Themen Marketing und Vertriebsstrategie. 

Um die Sieger auch trotz Kontaktbeschränkungen gebührend feiern zu können, prämierten wir die besten Startups der zweiten Wettbewerbsphase in Kooperation mit der HypoVereinsbank in einer digitalen Prämierung via Online-Livestream.

Geschäftsmodelle von morgen: das sind die Sieger aus Phase 2 

Platz 1: SCIO Technology GmbH

Auf dem ersten Platz landet SCIO Technology aus Aschaffenburg. Die SCIO Technology GmbH entwickelt und fertigt kundenspezifische Batteriesysteme in Serie. Ein patentierter Fertigungsprozess ermöglicht eine effiziente Produktion, der modulare Ansatz beschleunigt den Markteintritt um bis zu ein Drittel. Die maximale Energiedichte, das platzsparende Design und das einfache Kühlkonzept bieten Herstellern und Lieferanten höhere Reichweiten bei geringerem Gewicht. Die SCIO-Batteriesysteme schaffen ein neues Level an Performance, Kompaktheit und Qualität.

Platz 2: ING3D UG (haftungsbeschränkt)

Das Startup ING3D landet auf Platz 2. Die Zirndorfer Gründer arbeiten erfolgreich am 3D-Druck für industrielle Anwendungen. Mit der Verwendung eines mineralischen Rohstoffs, der eine Reihe von Vorteilen gegenüber Kunststoff hat, ist ING3D in der Lage, extrem leichte und nicht brennbare Objekte im 3D-Druck herzustellen. Der dabei genutzte mineralische Rohstoff macht den 3D-Druck mehr als zehnmal günstiger und schneller als z. B. Kunststoffdruck. Industriekunden sind durch das MDLS in der Lage, die Effizienz zu steigern, Schnittstellen in der Gesamtproduktion zu reduzieren und notwendige Aspekte von Brandschutz, Wärmedämmung, Schalldämmung und Gewichtsersparnis in ihren Produkten zu realisieren.

Platz 3: Retina Therapeutics

Retina Therapeutics befasst sich mit der Entwicklung von Therapien für die genetisch bedingte Netzhauterkrankung Morbus Best, für die es bisher keine Behandlungsmöglichkeiten gibt. Konkret werden neuartige bioaktive Substanzen entwickelt, die die Funktionalität des Proteins BEST1 wiederherstellen. Ein zweiter Ansatz verwendet die sogenannte Gen-Schere. Den hohen Entwicklungskosten in der Anfangsphase gegenüber stehen nach der Zulassung des Medikaments ein unerschlossener Markt mit einem jährlichen Umsatzpotenzial in drei- bis vierstelliger Millionenhöhe sowie ein hoch skalierbares Geschäftsmodell.

Platz 4: ArgumenText

ArgumenText arbeitet am sogenannten „Argument Mining“. Mit Hilfe von Deep Learning analysiert die Lösung Internet-Texte und erkennt sprachliche Argumente. So können Recherchen beschleunigt werden und schneller zu relevanten und fundierten Ergebnissen führen.

Platz 5: DocEstate GmbH

Die vom Startup Doc Estate entwickelte Software soll ebenfalls Arbeit erleichtern, und zwar beim Kauf bzw. Verkauf von Immobilien. Die Lösung beschafft zahlreiche nötige Auskünfte wie den Grundbuchauszug oder über Altlasten automatisch, wodurch der Bürokratieaufwand auf ein Minimum reduziert wird.

Weitere Nominierte waren

  • 3D Mectronic aus Rehau bietet individualisierbare 3D-Drucker, die mehrere Materialien gleichzeitig verarbeiten können.
  • A&H i 4.0 (Albert und Hummel GmbH) aus Bamberg entwickelt und baut selbstorganisierte und vernetzte Produktionsmaschinen- und -umgebungen für Brennstoffzellen-, Batterie- und Elektrolyseursysteme für die Industrie 4.0.
  • AccurAdditive aus Bayreuth entwickelt einen innovativen 3D-Drucker zur Implementierung des 3D-Drucks bei der industriellen Serienfertigung von personalisierten Produkten.
  • EDITIVE aus Erlangen will mit seiner Content-Collaboration-Plattform die Art und Weise der Zusammenarbeit von Individuen – innerhalb und außerhalb von Organisationen – revolutionieren und neue Szenarien für die Zusammenarbeit an unstrukturierten Daten ermöglichen.
  • PickWerk aus Nürnberg bietet ein integriertes Hardware-/Software-System inkl. Wearable für die Fertigungsindustrie. Das System unterstützt manuelle Entnahmeprozesse wie die Kommissionierung von Waren im Lager oder die Montage von Bauteilen.

Finale im Businessplan Wettbewerb Nordbayern – Phase 3 läuft

Noch bis zum 26. Mai können sich Startups für die finale Phase 3 im Businessplan Wettbewerb Nordbayern über unsere Website registrieren und ihre Businesspläne einreichen. Neben den Teilnehmern aus den ersten beiden Wettbewerbsphasen sind auch Quereinsteiger wieder herzlich willkommen – sie haben die gleichen Chancen wie alle. Die Phase 3 ist mit insgesamt 22.500 Euro dotiert. Außerdem bekommt wieder jeder Teilnehmer Feedback der Experten-Jury. Sie setzt sich zusammen aus Kapitalgebern, Unternehmern und Kennern der Gründerszene. Der Fokus in Phase 3 liegt auf den Themengebieten Realisierung, Kapitalbedarf und Umsatzplanung. Gefordert wird ein Geschäftsplan mit einem Umfang von ca. 30 Seiten.


zurück zur Übersicht

Gefördert durch

Gefördert durch Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie