Team IncontAlert

MedTech-Startup inContAlert sichert sich EUR 1,5 Mio.

An der Pre-Seed-Finanzierungsrunde beteiligen sich der HTGF, Bayern Kapital, der Carma Fund sowie renommierte Business Angels auch aus dem BayStartUP Investorennetzwerk. 

Das Bayreuther MedTech-Startup inContAlert entwickelt ein Sensorgerät zur Überwachung des Blasenfüllstands bei Inkontinenzpatienten. Für die weitere Entwicklung, Zertifizierung und die Vorbereitung des Markteintritts konnte sich das Team nun eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro sichern. 

Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und dem Carma Fund, unter der Beteiligung renommierter Business Angels aus der Medizintechnik wie dem Ex-CEO von Fresenius Biotech und der Ovesco AG Prof. Dr. Thomas Gottwald, dem ehemaligen Siemens-Healthineers-Manager Dr. Jörg Stein, der britischen Nialls Foundation, dem Software-Unternehmer Richard Reiber und dem MedTech-Spezialisten Marcus Irsfeld aus dem BayStartUP Investorennetzwerk.

Die Sensortechnologie von inContAlert unterstützt Inkontinenz-Patienten beim täglichen Blasen-Management. Patienten mit einer so genannten neurogenen Blasenfunktionsstörung tragen das Gerät oberhalb des Schambeins etwas auf Höhe eines Gürtels, wo dieser kontinuierlich Daten über die Blase sammelt. Diese Daten werden über Machine- und Deep-Learning-Algorithmen ausgewertet. Patienten können in einer App die Informationen über den optimalen Zeitpunkt für die Entleerung der Blase abrufen. Die App warnt auch rechtzeitig vor einem zu hohen Blasenfüllstand. 

2021 gehörte inContAlert zu den Finalisten im Businessplan Wettbewerb Nordbayern

Dr. Jannik Lockl, CEO & Co-Founder:

Durch die Teilnahme am Businessplan Wettbewerb Nordbayern konnten wir unsere Ideen und Umsetzungsgedanken schärfen, mit zahlreichen Experten in Kontakt treten und haben sehr viel positive Publicity erhalten, die uns auf das Sichtfeld von Kapitalgebern, Partnerunternehmen und letztlich sogar Patienten gebracht hat.

Kapitalspritze für Wachstum und Markteinstieg

Allein in Deutschland leben 2,2 Millionen Menschen, die von der Technologie profitieren könnten. Sie richtet sich zunächst an Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen, zum Beispiel bei Querschnittlähmung, Multipler Sklerose, Blasenkrebs oder Parkinson. Durch die bedarfsgerechte Entleerung zum richtigen Zeitpunkt können Hilfsmittel wie Windeln oder der Verbrauch von Kathetern reduziert werden und das gesundheitliche Risiko von Schädigungen des Harntraktes und der Nieren wird gesenkt. 

Das Investment dient neben der Durchführung weiterer Studien insbesondere dem Erhalt der CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt und der Vorbereitung des Markteintritts.

Jakob Lilienweiss, Investment Analyst beim HTGF:

inContAlert bricht das Tabu-Thema Inkontinenz. Mithilfe ihrer Technologie kann einem großen Patientenkreis auf täglicher Basis geholfen und ihre Lebensqualität wieder auf ein normales Niveau gebracht werden. Patienten und Pflegekräfte gewinnen die Kontrolle über das Entleerungsmanagement, wodurch sich die Versorgungsqualität im Gesundheitssystem maßgeblich erhöht.

Markus Mrachacz, Managing Partner bei Bayern Kapital:

Neben den positiven Effekten auf die Versorgungsqualität von Inkontinenz-Patienten zeigen auch die ökonomischen Effekte, die durch effizienten Hilfsmittel- und Personaleinsatz sowie Vermeidung von Folgeerkrankungen erzielt werden, den übergreifenden Wert von inContAlert. Wir sind überzeugt vom Potential dieser Technologie, den Inkontinenzmarkt neu zu ordnen.

Vierköpfiges Gründerteam überzeugt mit Expertise und ausgezeichnetem Businessplan

Das vierköpfige Gründerteam von inContAlert vereint ingenieurwissenschaftliche und technologische Expertise. CEO Dr. Jannik Lockl ist promovierter Wirtschaftsinformatiker, Seriengründer und ehemaliger Unternehmensberater. Er ist bei inContAlert für die Unternehmensentwicklung verantwortlich. CTO Tristan Zürl legte in seiner Masterarbeit den Grundstein für die Sensortechnologie von inContAlert. Seither entwickelt er das Wearable und die Technologie im „Inneren“. CIO Nicolas Ruhland ist seit 2019 Teil des inContAlert-Teams und kümmert sich um die Front- und Backend-Software sowie die IT im Allgemeinen. Der vierte im Bunde ist CDO Pascal Fechner. Er ist Experte für mathematische Verfahren, seit 2019 im Team, und feilt an den Algorithmen zur Analyse und Auswertung der Sensordaten.

Marcus Irsfeld ist erfahrener MedTech-Unternehmer und Venture-Capital-Spezialist. Als Business Angel aus dem BayStartUP Investorennetzwerk und Juror im Businessplan Wettbewerb Nordbayern sagt er:

Bei inContAlert hat mich die hochspannende Technologie in Verbindung mit dem klar erkennbaren medizinischen Bedarf begeistert. All dies wurde sehr strukturiert und überzeugend in einem herausragenden Businessplan beschrieben. Verbunden mit dem Engagement, dem technischen Know-how und dem unternehmerischen Esprit der Gründer ist das Projekt äußerst vielversprechend und wird uns in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten.

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