14.11.2019

Die bayerische Gründerszene auf der Startup Demo Night in München

70 Ausstellerteams zeigen, was Bayerns Startup-Welt zu bieten hat


14. Münchener Startup Demo Night

Wie stellen sich Startups die Zukunft vor? Davon konnten sich rund 800 Besucher der Münchener Startup Demo Night gestern ein gutes Bild machen. 70 Gründerteams präsentierten dort ihre Konzepte und Prototypen – das Motto für die Gäste: Anfassen und Ausprobieren. Die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach eröffnete den Abend und informierte sich vor Ort über die breit gefächerte bayerische Startup-Welt. Sie sagt:

„Vom 3D Scanner für die Hosentasche bis zur smarten App für Asthmatiker – mich haben die vielen innovativen Ideen auf der Startup Demo Night voll überzeugt. Gründer haben häufig einen anderen Blick auf viele Dinge und gehen Probleme mit großer Offenheit an. Sie sind die Innovationstreiber, wenn es darum geht die Digitalisierung mit einem Mehrwert für Mensch und Gesellschaft voranzutreiben. Bayern ist Gründerland und wir wollen unsere Startups noch intensiver fördern. Deswegen legen wir jetzt mit der Hightech Agenda einen weiteren Startup-Fonds mit einem Volumen von 50 Millionen Euro auf.“ 

Mit dem Event gaben wir gleichzeitig den offiziellen Startschuss zum Münchener Businessplan Wettbewerb 2020. Für dessen erste Phase können sich Gründer ab sofort wieder registrieren.

Von Robotern bis zur Lasertechnologie

Die Ideen der Startups verbinden technologisches Verständnis und Marktkenntnis. Das Team von sewts hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, die Verarbeitung forminstabiler Werkstoffe wie Textilien zu automatisieren und nachhaltiger zu machen. Mit einer intelligenten Software verwandeln sich bei sewts Standardkomponenten wie Industrieroboter und Kameras in adaptive Systeme, die auf Veränderungen in der Umgebung reagieren können, z. B. bei der Herstellung maßgeschneiderter Textilien. 

Geschäftsführer Alexander Bley:

„Unser Ziel ist es, die Herstellung von Kleidungstextilien vollständig zu automatisieren. Dadurch ermöglichen wir es unseren Kunden, hier in Bayern kosteneffizient zu produzieren und nebenbei Millionen Tonnen an Treibhausgasen pro Jahr zu sparen, indem wir Transportwege drastisch reduzieren.“

Auch Mr Beam Lasers aus dem Münchener Westend entwickelt Hightech, nämlich eine neue Generation von Lasercuttern. Zielgruppe sind Kleinunternehmer, professionelle Dienstleister und Privatpersonen, die kreativ und gestalterisch tätig sind. Die Einstiegsbarriere für digitales, automatisches Labeling, Individualisierung und Prototypenbau soll mit Mr Beam auf ein Minimum reduziert werden. Durch die leichte Bedienung, die Vernetzung mit Designvorlagen, Materialbestellungen und Service-Hubs sowie einen vergleichsweise niedrigen Preis sollen auch Alltagsnutzer Zugang zu einer Technologie erhalten, die bisher der Industrie vorbehalten war.

Das Startup AppNavi will Software einfach erklären. Das Team aus dem WERK1 entwickelt eine Navigationssoftware für webbasierte Anwendungen. Mittels interaktiver Routen führt sie den Nutzer Schritt für Schritt durch browserbasierte Anwendungen. Während sie damit arbeiten, stellt die Software den Mitarbeitern die Informationen bereit, um die nächsten Schritte ausführen zu können.

„Das Erledigen von Aufgaben und das Erlernen der Software gehen dabei Hand in Hand. Nutzer werden produktiver, Helpdesks entlastet, Trainingskosten reduziert und Kunden auf Webseiten optimal geführt“, sagt Carsten Neumann, Head of Business Development.

In einem ganz anderen Bereich, nämlich im Einzelhandel, will anybill neue Akzente setzen. Herzstück der Softwarelösung des Unternehmens aus Regensburg ist eine App für Verbraucher, die ihre Kassenzettel an der Ladenkasse künftig direkt auf das Smartphone erhalten und dort übersichtlich bündeln können. Dem Einzelhandel bietet das eine Möglichkeit für personalisiertes Marketing und verkaufssteigernde Maßnahmen.

Veranstaltungspartner der 14. Münchener Startup Demo Night war das WERK1.

Auftakt zum Münchener Businessplan Wettbewerb

Ab sofort suchen wir wieder nach den Top-Gründern aus Bayern. Bis 14. Januar haben Startups und (angehende) Gründer noch Zeit, sich in der ersten Wettbewerbsphase als Teilnehmer zu registrieren und ihre 7-seitigen Geschäftskonzepte einzureichen. Diese sollten einen kurzen Executive Summary, eine ausführliche Beschreibung des Produkts oder der Dienstleistung sowie eine Markt- und Wettbewerbsanalyse enthalten. Alle Teams können zur Vorbereitung an professionellen, kostenfreien Businessplanning Workshops teilnehmen (HIER geht's zur Anmeldung) und erhalten umfangreiches individuelles Feedback zu ihren Konzepten durch eine Expertenjury. Top-Gründer haben zudem die Chance auf Siegerprämien in Höhe von insgesamt über 48.000 Euro.


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