01.08.2019

air up sichert Markteintritt

Die neue Ausgabe unseres Magazins startUPdate ist da! Diesmal unter anderem mit einem air up-Interview – das Startup hat sich auch mit Unterstützung von Investoren aus dem BayStartUP-Netzwerk aktuell den Markteintritt gesichert.


air up sichert Markteintritt

Geschmack durch Duft

Auch durch Unterstützung von Kapitalgebern aus dem BayStartUP Investoren-Netzwerk kann air up nun seinen Markteintritt gestalten. Ab dem 1. August 2019 sollen die innovativen Trinkaufsätze im Handel erhältlich sein. Wir haben mit Fabian Schlang, COO air up, und Simon Nüsch, Geschäftsführer & Head of Sales und Marketing, gesprochen.

Das vollständige Interview inklusive Investoren-Perspektive gibt es im aktuellen BayStartUP-Magazin!

Wer ist air up und was macht ihr?

Fabian: Wir von air up haben ein Trinksystem entwickelt, das Wasser nur über Duft aromatisieren kann. Dadurch ermöglichen wir Geschmack ohne Zucker, Zusätze oder Kalorien.

Wie funktioniert air up?

Simon: Es ist es sehr simpel: Man füllt einfach stilles oder sprudeliges Wasser in die air-up-Flasche, wählt seinen Lieblingsgeschmack und setzt den entsprechenden Duft-Pod auf das Kopfteil auf. Durch Saugen am Mundstück entsteht ein Sog, der nicht nur das Wasser, sondern auch Luft von außen durch den Duft-Pod in den Mund befördert. Jetzt kommt das retronasale Riechen ins Spiel: Im Rachenraum steigt die aromatisierte Luft aus dem Wasser auf und wird am Riech­zentrum als Geschmack wahrgenommen. So hat man also die eigene Wahrnehmung an der Nase herumgeführt und erspart seinem Körper die Aufnahme von nachweislich gesundheitsschädlichen Süßungsmitteln, Stabilisatoren oder Säureregula­toren.

Will ich nicht, wenn ich eine Apfelschorle trinke, auch Vitamine zu mir nehmen?

Fabian: Leider ist in einer Apfelschorle deutlich mehr Zucker als Vitamine. Und im schlimmsten Fall auch noch andere unschöne Zusätze. Für den Körper wäre es dann besser, einfach einen richtigen Apfel zu essen als den konzentrierten Fruchtzucker zu trinken.

Wie funktioniert euer Geschäftsmodell – was verkauft ihr?

Simon: Im ersten Schritt kauft sich unser Kunde ein Starterset mit unserer air-up-Flasche und fünf Duft-Pods in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Wenn er diese verbraucht hat, weiß er im Idealfall, was seine Lieblingssorten sind und kann diese im Dreier- oder Sechser-Pack nachkaufen. Die Duft-Pods sind jederzeit austauschbar und 100 % natürlich. Nach etwa fünf Litern verliert der Geschmack dann an Intensität und ein neuer Duft-Pod wird benötigt. Dadurch haben wir im besten Fall regelmäßig wiederkehrende Umsätze durch die Pod-Verkäufe.

Ist das denn ökologisch nachhaltig, wenn Kunden immer wieder die „Pods“ nachkaufen? Was unterscheidet euch von Lösungen wie der von Nespresso?

Fabian: Wir sind tatsächlich sehr viel nachhaltiger, als es für manche auf den ersten Blick scheinen mag. Abgesehen davon, dass wir nicht mit Aluminium, sondern mit recyclebarem Kunststoff arbeiten, spart unser Pod viel Plastik ein. Im Vergleich zu herkömmlichen Getränkelösungen, die oft in PET-Flaschen verkauft werden, verbrauchen wir 25- bis 50-mal weniger Kunststoff pro Liter. Und wenn wir schon beim Gewicht sind: natürlich ist auch die CO2-Bilanz sehr viel schöner, wenn man anstatt abgefüllten schweren Plastikflaschen kleine, leichte Duft-Pods durch Deutschland fährt. In Zahlen verbrauchen wir dabei bis zu 500-mal weniger CO2 im Transport!

Der Getränkemarkt ist doch ein Haifischbecken, jedes Jahr gibt es zahlreiche neue Getränke von den marktbeherrschenden Konzernen bis hin zu Startups. Warum meint ihr, dass ihr Euch in diesem Markt durchsetzen könnt? 

Fabian: Das stimmt, Getränke-Startups gibt es wie Sand am Meer. Geschmack nur durch Duft hat aber überraschenderweise noch niemand vor uns gemacht, weshalb wir sehr zuversichtlich sind, dass wir mit dieser gesunden und nachhaltigen Weltneuheit den Zahn der Zeit treffen und hoffentlich viele Anhänger finden. Denn Softdrinks mit unnötigem Zucker sind nach wie vor einer der Hauptgründe von Fettleibigkeit, koronaren Herzerkrankungen und Diabetes in unserer Gesellschaft.

Simon, Du warst vor einiger Zeit noch mit vendl unterwegs. Wie hast du den Transit zu air up wahrgenommen?

Simon: Es ist schon sehr traurig, wenn man 2,5 Jahre Arbeit sich in Luft auflösen sieht. Aber irgendwie hat es mich gereizt, nochmal wirklich was zu bewegen und nicht die sichere Variante der Strategieberatung oder vgl. zu wählen. Der Transit war super einfach, weil die vier super für air up brennen und nicht ihre Egos, sondern die Sache in den Vordergrund stellen.

Eure Ratschläge für (angehende) Gründer?

Fabian: Startups sind eine sehr eigene Welt, weil man sehr oft vor ungelösten Problemen steht und sich einfach trauen muss, neue Wege zu gehen. Wenn es gut geht, fein. Wenn Fehler passieren, gesteht sie euch offen ein. Ihr lernt dann sogar mehr, als wenn es gut läuft.

Simon: Maximiert Zufälle!  Vieles von dem, was uns bei air up zu dem geführt hat, wo wir jetzt stehen, kommt von Begegnungen, die man gar nicht ansteuern kann, weil man nicht weiß, dass es sie gibt. BayStartUp ist für mich ein solcher Zufallsmaximierer, der das auf der Finanzierungsseite macht wie kein anderer im deutschsprachigen Raum, wenn nicht sogar in Europa.

Fabian: Es gibt gute Tage aber auch unterirdische Tage. Das wichtigste ist: weitermachen und den Glauben an die Sache nicht verlieren. Irgendwann kann es nur bergauf gehen.

 

 

 


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