19.07.2016

#StartupExperten: Wie Payment den Gründerstart beflügelt

Tipps von Christian Reindl, Wirecard AG, Payment Experte


Finanzierung & Finanzen, Rechtsfragen, Marketing & Vertrieb und mehr – eine ganze Reihe von Fachbereichen ist wichtig für Gründer und schnell wachsende Unternehmen. In den BayStartUP Fach-Workshops vermitteln Experten zu diesen Themen grundlegendes Know-how. Im Blog geben die Experten erste Tipps, wie Startups für die wichtigsten Meilensteine bei Gründung und Wachstum gerüstet sind . #StartupExperten

Christian Reindl, Executive Vice President Sales Consumer Goods bei der Wirecard AG, Spezialist für Themen rund um den Online-Verkauf von Konsumgütern und deren Zahlungsabwicklung.

10 Tipps: Wie Payment den Gründerstart beflügelt

Für viele Startups steht das Thema Zahlungsabwicklung eher an zweiter Stelle – zu Unrecht. Vor allem bei Onlineshoppern kommt es darauf an, wie sie zahlen können. Für Startups geht es bei einem neuen Onlineshop vor allem darum, Erstkäufer zu gewinnen und diese zu Stammkunden zu machen. Deshalb sollten Gründer diese Payment-Tipps berücksichtigen:

1. Auf die Konversionsrate achten: Diese Rate ist der entscheidende Faktor für den Erfolg im Onlineshop. Sie misst, wie viele Besucher auch tatsächlich eingekauft haben. In Relation gestellt wird dabei die Anzahl der Transaktionen geteilt durch die Anzahl der Onlineshop-Besuche multipliziert mit 100. Je höher die Konversionsrate, desto besser.

2. Kaufabbrüche vermeiden: Als optimaler Payment-Mix gilt, wenn in einem Shop drei bis fünf verschiedenen Bezahlverfahren – von Online-, Kartenzahlungen bis hin zu alternativen Zahlungsmethoden – angeboten werden.

3. Alle Payment-Parteien einbeziehen: Um eine Bandbreite an verschiedenen Zahlungsmethoden anbieten zu können, sollten junge Unternehmer mit einem Payment Service Provider (PSP) und einem Acquirer zusammenarbeiten. Der PSP kümmert sich darum, dass unterschiedliche Zahlungslösungen technisch reibungslos an den Onlineshop angebunden werden. Der Acquirer sorgt dafür, dass Zahlungen angenommen und abgewickelt werden können. Wirecard bietet alles aus einer Hand.

4. Risikomanagement nicht vergessen: Auch Startups sollten sich vor Betrügern schützen, denn Missbrauch kann teuer werden – wenn Shopbetreiber etwa auf offenen Rechnungen sitzen bleiben. Deshalb ist es ratsam, mit einem Payment Service Provider zusammenzuarbeiten, der die Betrugsprävention gleich mit übernimmt.

5. Neue Tools ausprobieren: Vor allem für Startups gibt es mittlerweile > automatisierte Tools, mit denen Unternehmer schnell und einfach einen Checkout-Prozess für einen Onlineshop einrichten können. In nur weniger Schritten können dort über einen Konfigurator die gewünschten Zahlarten ausgewählt werden. Mit dem Wirecard Checkout Portal bieten wir die Integration sogar innerhalb weniger Arbeitstage an, sodass der Shop nach erfolgter Prüfung direkt mit dem Verkauf loslegen kann.

6. Alles im gleichen Stil anbieten: Onlineshoppen macht den meisten Leuten Spaß – bis es ans Bezahlen geht. Gerade bei noch wenig bekannten Onlineshops hat der ein oder andere Konsument vielleicht Bedenken, wenn es zum Checkout geht. Daher sollten „Look & Feel“ des Onlineshops und der Payment Page aufeinander abgestimmt sein.

7. Mobil bleiben: Gerade am Anfang des Business liefern Mitarbeiter des Startups oftmals die bestellte Ware selbst aus. Aber was passiert, wenn der Kunde an der Haustür mit Karte zahlen möchte Für diesen Fall ist es gut, wenn Händler einen mobilen Point-of-Sale zur Hand haben. Mit den sogenannten mPOS-Geräten lässt sich ein > Smartphone oder Tablet blitzschnell zur Kasse umfunktionieren.

8. Die Zielgruppe genau kennen: Auch im E-Business gilt: Die Zielgruppendefinition kann erfolgsentscheidend sein. Denn das Zahlungsverhalten variiert erheblich: Männer shoppen anders als Frauen, Kleidung wird online gerne anders bezahlt als Software-Downloads.

9. Expansion im Blick behalten: Für den E-Commerce-Start ist das Heimatland sicher das Richtige. Doch, was ist in ein oder zwei Jahren? Unternehmer sollten wissen, in welchen europäischen Ländern die größten Wachstumspotenziale schlummern: Polen, Italien, Spanien und Frankreich hatten 2015 hinter Deutschland das höchsten Online-Handelswachstum.

10. Präsenz zeigen: Eine große Hilfe für den Onlineshop sind Suchmaschinen. Schauen potenzielle Kunden nach Waren und werden sie bei einem Shop schnell fündig, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch zum Kaufabschluss kommt. Shopbetreiber sollten somit darauf achten, welche Wörter sie für ihre Produktbeschreibungen nutzen und wie sie diese online in Szene setzen.


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