09.05.2018

Das sind die Sieger im Münchener Businessplan Wettbewerb (Phase 2)

BayStartUP zeichnet die Top-Teams aus - Plasmion aus Augsburg belegt Platz 1


Sieger MBPW Phase 2

Gestern Abend haben wir im Rahmen der Startup Demo Night die Sieger der Phase 2 im Münchener Businessplan Wettbewerb 2018 ausgezeichnet. Dabei stehen alle fünf ausgezeichneten Startups mit komplexen DeepTech und Hardware-Themen auf dem Siegertreppchen! Die Prämierung ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. BayStartUP unterstützt Gründer und junge Unternehmen bei der Optimierung ihrer Strategie, dem Aufbau ihres Unternehmens und der Suche nach Gründungs- oder Wachstumskapital.

Der erste Platz ging an das Unternehmen Plasmion. Das Startup „verwandelt“ Laborgeräte mit seiner SICRIT-Technologie in eine Art elektronische Nase. Für die Geräte bedeuten die Geruchssensoren völlig neue Einsatzbereiche, etwa in der industriellen Prozesskontrolle, in der Sicherheitsindustrie oder in der Medizin. Der zweite Platz ging an das Elektrotechnik-Startup ChargeX mit seiner intelligenten, modularen Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Beim dritten Platz entschied sich die Jury für das Medizintechnik-Startup Kumovis. Das Unternehmen entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind. 

Die Sieger im Münchener Businessplan Wettbewerb Phase 2 im Überblick:

 

Sieger MBPW Phase 2

 

Platz 1: Plasmion /Sensorik: Plasmion bietet mit der patentierten SICRIT-Technologie ein Upgrade für Laborgeräte an. Es „verwandelt“ die Geräte in eine Art elektronische Nase und eröffnet völlig neue Anwendungsmöglichkeiten. Labore können nun erstmals Proben durch „Davorhalten“  direkt messen und andere Analysegeräte damit frei kombinieren. SICRIT bietet damit ein Höchstmaß an analytischer Freiheit bei gleichzeitig gesteigerter Empfindlichkeit. Die Technik ermöglicht erstmals den vollständig automatisierten Einsatz solcher Laborgeräte als „Geruchssensoren“ in der industriellen Prozesskontrolle, der Sicherheitsindustrie (z. B. Sprengstoffe) oder der medizinischen Diagnostik.

Platz 2: ChargeX / Elektrotechnik: Das Startupentwickelt modulare Ladelösungen für Elektroautos und eine neuartige Ladeinfrastruktur für den privaten und halb-öffentlichen Bereich. Kern der Idee ist ein Lastmanagement, das die Kosten je Ladepunkt sowie den Installationsaufwand deutlich reduziert.

Platz 3: Kumovis / Medizintechnik: Kumovis entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind. Im Fokus steht die Verarbeitung des Hochleistungspolymers PEEK, das bereits in der Medizintechnik etabliert und für die Herstellung von Implantaten zugelassen ist. Durch die Integration einer einzigartigen Luftführung inklusive Filtereinheiten wird eine Reinraumumgebung innerhalb des Bauraums ermöglicht. Derzeit hält Kumovis drei produktrelevante Patente.

Platz 4: KEWAZO / Baugewerbe, Logistik: KEWAZO entwickelt ein intelligentes Transportsystem für die Bauindustrie, zum Beispiel für die Gerüstmontage. Das Robotersystem bietet einen flexiblen, kosteneffizienten und sicheren Transport von Gerüstteilen an. Die Lösung ermöglicht es den Kunden, Arbeitskosten einzusparen und mehr Projekte pro Jahr abzudecken. Außerdem erhöht die Lösung die Montagegeschwindigkeit und bietet eine erhöhte Sicherheit, Flexibilität und Datenauswertung.

Platz 5: Volabo / Elektrotechnik:VOLABO bringt den ersten 48-V-Hochleistungsantrieb auf dem Markt: den Intelligent Stator Cage Drive (ISCAD). Er ist ohne seltene Erden herstellbar, ermöglicht 25 % mehr Reichweite und ist 100 % intrinsisch sicher. Anstatt komplizierter Kupferwicklungen, wie sie bei Elektromotoren bisher zum Einsatz kamen, besteht der Stator des Motors aus Aluminiumstäben. Durch individuelle Ansteuerung kann – erstmals in der Elektromobilität – ein virtuelles Getriebe erzeugt werden. Das ermöglicht eine enorme Energieeinsparung gegenüber konventionellen Elektroantrieben.

Außerdem waren folgende Teams nominiert: 

  • APICBEAM: Die Display-Technologie von APICBEAM kreiert durch ein hauchdünnes, eindimensionales Display frei im Raum schwebende virtuelle Bilder und Videos. Dabei erscheinen Bilder und Videos im Raum schwebend wie ein Hologramm. Das faszinierende daran ist, dass sich die Bildinhalte nach dem persönlichen Optimum eines jeden Betrachters ausrichten. Das ist bisher mit keiner anderen Technologie möglich.
  • Cryodynamics entwickelt vollautomatische Kryokühler der nächsten Generation. Die festkörperbasierte Technologie zur dauerhaften Erzeugung extrem tiefer Temperaturen ist dank ihrer Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit bestens für die Anwendung von Quantentechnologien in der Industrie geeignet.
  • Hofmann & Stirner verkaufen flexible und leistungsstarke Zuführsysteme und IoT-Services für produzierende Unternehmen. Der Clou ist die systematische Zuführung großer Mengen von Schüttgut bzw. Kleinstgütern wie Schrauben in den Herstellungsprozess von Industrieprodukten. Durch die neuartige Systemarchitektur und digitale Technologien wie die Simulation einer Produktionsanlage durch einen digitalen Zwilling können Kunden Performancevorteile bis zu 350 Prozent im Vergleich zu Wettbewerbern erreichen.
  • SoilSpy: Mit diesem Sensorsystem können Agrarbetriebe Umweltparameter sowie die Konzentration bestimmter Nährstoffe direkt auf landwirtschaftlichen Flächen analysieren und entsprechende Entscheidungen treffen, um den Ertrag zu maximieren – bei gleichzeitiger Minimierung der Düngemenge.
  • Solos Mirrors entwickelt einen smarten Spiegel, der die Bewegungen beim Fitnesstraining analysiert und Hinweise darauf gibt, wie eine Übung richtig ausgeführt wird. Dadurch wird der Personal-Trainer überflüssig.

Startup-Schmiede Münchner Businessplan Wettbewerb

Der Münchner Businessplan Wettbewerb wird jedes Jahr in drei „Phasen“ an die besten Startups aus München und Südbayern vergeben. In der gestern prämierten Phase 2 sind die Kriterien für die Auswahl der Sieger: der Innovationsgrad der Ideen, das Geschäftsmodell, das Markt- und Wachstumspotential, Marketing- und Vertriebsansätze, sowie die Qualität der Präsentation.

Alle einreichenden Teams erhalten umfangreiches schriftliches Feedback zu ihren Businessplänen von einer ehrenamtlichen Expertenjury. Die Jury setzt sich zusammen aus Experten aus Unternehmen sowie der Investoren- und Gründerszene. Insgesamt gab es in Phase 2 rund 100 Einreichungen, zehn davon durften sich schließlich als Nominierte vor der Jury präsentieren. Die Startups haben jeweils einen Businessplan mit den Schwerpunkten Markt, Marketing und Vertrieb erarbeitet.

In der nächsten Phase („Phase 3“) werden vor allem die Themen Finanzierung und Umsatzentwicklung bewertet. Einreichungen sind noch möglich bis zum 5. Juni.2018 unter www.baystartup.de. Top-Teams bekommen die Chance auf Siegerprämien in Höhe von 30.000 Euro, die Aufnahme in das BayStartUP Coachingprogramm und Einladungen auf exklusive Business Angel- und Investorenveranstaltungen des BayStartUP Finanzierungsnetzwerks.

 


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