10.03.2016

10 Sieger der Phase 1 des BPW Nordbayern 2016


Vorschau

Die Sieger: Hightech und Internet-Geschäftsideen aus Nordbayerns Metropolen und Regionen


Die zehn Sieger in der ersten Phase des Businessplan Wettbewerbs Nordbayern 2016 wurden am Mittwoch Abend in Nürnberg vorgestellt. Die prämierten Gründerteams zeigen große Vielfalt – von hochspezialisierter Software bis zu leistungssteigernder Sportkleidung und einem Hörgerät „light“ oder auch dem Fundbüro im Internet. Bei der ersten Stufe des dreiphasigen Businessplan Wettbewerbs Nordbayern hatten im Januar 78 Gründerteams aus allen nordbayerischen Regierungsbezirken teilgenommen. Insgesamt wurden 271 Businesspläne in den vier von BayStartUP ausgerichteten Businessplan Wettbewerben für ganz Bayern eingereicht. Damit startete die Wettbewerbs-Saison 2016 ähnlich teilnehmerstark wie das Rekordjahr 2015.

Auf dem Bild: Die 10 Sieger und Gratulanten bei der Prämierung am 9. März in der HypoVereinsbank in Nürnberg.

Die 10 Sieger des Businessplan Wettbewerbs Nordbayern – Phase 1

Eine Software speziell für die Bedürfnisse von Vertriebsabteilungen hat die snapAddy GmbH aus Würzburg entwickelt. Die Software hilft bei der Recherche und Übernahme von Daten, außerdem werden Prozesse zur Einordnung von relevanten Kontakten automatisiert. Ein erstes Element ist schon auf dem Markt, weitere Funktionen werden noch entwickelt. Das Gründerteam Wavesim aus der Universität Regensburg entwickelt eine Software, die eine verbesserte Darstellung von Wasseroberflächen ermöglicht, was z. B. in Computerspielen ein kleines aber wichtiges Detail ist. Die Wissenschaftler hinter e-laborate Innovations aus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wollen eine Software für die Hersteller elektrischer Baugruppen auf den Markt bringen, die das Testen von Risiken für Kurzschlüsse wirksamer und in einer früheren Entwicklungsphase als bisher üblich ermöglicht.

Das System von Mr.Signal aus Nürnberg richtet sich an Anbieter von Informationen und Daten, die diese auch ohne Internet-Anbindung und IT-Infrastruktur verbreiten möchten. Über intelligente WLAN-Sender ohne Netzanbindung werden Informationen aktuell und schnell zum Interessenten transportiert.

An Forscher und Entwickler aus der Physik richtet sich das Team von Southern Lakes Photonics aus der Universität Würzburg. Hinter dem Sieger AEFW-Anlagenentwicklung aus dem Landkreis Bayreuth steckt der Erfinder eines 2015 patentierten Klein-Systems zur Stromerzeugung aus Windenergie, das effizienter ist als bisherige Lösungen, sich optisch besser in die Umwelt integriert und weniger Lärm verursacht.

Das Startup Wearable Life Science GmbH aus Nürnberg macht mit der Sportkleidung ANTELOPE Medizintechnik für Hobby-Sportler nutzbar. Die selbst entwickelten Anzüge integrieren Elektromuskelstimulation (EMS), eine Technologie die aus dem Leistungssport sowie der Rehabilitation stammt. Durch die elektrischen Reize können die Leistung und Wirkung des Trainings gesteigert werden. Das Medizintechnik-Team INAURIA aus Erlangen kündigt sein Produkt als „Lesebrille fürs Ohr in High-End-Qualität zu attraktivem Preis“ an. Bei dieser „Hear-Wear“ geht es um Produkte, die beginnende leichte Hörverluste ausgleichen oder auch normal hörenden Nutzern in bestimmten Situationen verbesserte akustische Leistung ermöglichen.

An ein breites Publikum aber auch Geschäftskunden wie Hotels, Fluglinien oder Behörden richtet sich das Siegerteam Zentrales Fundbüro / getsteroo GmbH aus Aschaffenburg. Das Team hat eine Meta-Suchmaschine für Fundsachen entwickelt, die als „google für Lost & Found“ vermarktet wird. Neben eigenen Inhalten werden auch die Ergebnisse von tausenden Drittseiten übersichtlich auf einer Karte dargestellt. Außerdem gibt es Services zum Management von Fundsachen und zum Versand an die Eigentümer. Die online-Plattform „Die Haushaltshelden“ aus Würzburg richtet sich private Kunden, die auf legalem Weg Unterstützung in den Bereichen Haushalt, Kinder- und Seniorenbetreuung suchen. Es werden staatliche Instrumente zur Unterstützung integriert und ausschließlich legale Minijobbern vermittelt – dabei spart sich der Nutzer bürokratische Hürden.

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Die Prämierung in der HypoVereinsbank in Nürnberg

Die HypoVereinsbank in Nürnberg lud zur Prämierungsfeier in die Filiale am Lorenzer Platz ein. Michaela Pulkert, Leiterin Unternehmer Bank Bayern Nord bei der HypoVereinsbank, begrüßte die Gäste und betonte: „Wir sehen uns als starken Partner, der Gründer gerne auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und Expertise im Finanzbereich sowie internationale Kontakte einbringt. Auch bei unseren mittelständischen Firmenkunden sehen wir, dass die Kooperation mit Startups immer mehr gesucht und aufgegriffen wird. Auch die hohe Beteiligung am Businessplan Wettbewerb Nordbayern zeigt: Es ist eine große Dynamik in der regionalen Gründerlandschaft vorhanden und es gibt einen hohen Druck zu Innovationen in der gesamten Wirtschaft. Ich ermutige alle Gründer, weiterhin mutig zu bleiben und ihre Chancen zu nutzen.“

„Bei den Einreichungen insgesamt und ganz besonders bei den zehn Siegern zeigt sich mit vielen Hightech Gründerteams eine typische Vielfalt der Gründerregion Nordbayern. Viele der Teilnehmer stammen aus den ansässigen Universitäten und Fachhochschulen, mit denen wir flächendeckend zusammenarbeiten, um Wissenschaftler und Studierende auf dem Weg zum eigenen Unternehmen zu unterstützen.“, so Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer von BayStartUP. „Hochqualifizierte, innovative Startups – ob aus den Hochschulen oder privat gegründet – machen den Standort Nordbayern wiederum hochattraktiv für Investoren. Im BayStartUP Finanzierungsnetzwerk stellen wir solche Startups mit großem Erfolg interessierten Kapitalgebern bayern- und deutschlandweit vor.“

„Bei der Herkunft der knapp 80 Einreichungen insgesamt sehen wir mit 45 Prozent wieder einen starken IT Schwerpunkt. Ohnehin kommen technische Innovationen heute kaum mehr ohne IT als Querschnittstechnologie aus. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung von Industrie und Wirtschaft spielt in allen Brachen der Einsatz von Software, Sensoren und Vernetzung mit.“, erklärt Adrian Altomari, Leiter des Businessplan Wettbewerbs Nordbayern. „An den prämierten Gründerteams mit neuen Internet-Communities zeigt sich eine weitere oft unbekannte Stärke Nordbayerns – Internet-basierte Geschäftsmodelle.“

Businessplan Wettbewerb Nordbayern – Phase 2: Anmeldung noch bis 14. März 2016 möglich!

Alle (angehenden) Gründer und Startups aus Nordbayern sind herzlich eingeladen, sich beim Businessplan Wettbewerb hilfreiches Feedback von der Experten-Jury zu holen – und vielleicht auch Geldpreise von insgesamt 9.000 Euro abzuräumen! In der Phase 2 stehen die Businessplan-Kapitel Marktpotenzial, Marketing und Vertrieb im Mittelpunkt. Jede einzelne Einreichung bekommt das schriftliche Feedback mit konstruktiver Kritik und Tipps zur Verbesserung der Strategie. Circa 20 Seiten Grob-Businessplan werden verlangt. Mitmachen können Gründer, die schon in der Phase 1 im Januar eingereicht haben, genauso wie alle Neueinsteiger. Alle Informationen und Anmeldung unter www.baystartup.de/bayerische-businessplan-wettbewerbe/bpwnordbayern/ 

 

 


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